und mußten mit 0 : 5 die Segel streichen. In der Herbst-Verbandsrunde dieses Jahres, an der neun Vereine mit 24 Mannschaften teilnahmen, waren wir mit drei Mannschaften beteiligt. Im Kriegsausschuß herrschte regste Tätigkeit. Der Vorsitz übernahm zu jener Zeit Hans Bermühler, der nach halbjähriger schwerer Krankheit wieder soweit hergestellt war, daß er als g. v. Dienst tat. Tusch Hans, ebenfalls wieder in der Heimat, nahm ebenfalls regsten Anteil an der Verwaltungstätigkeit, an der auch der Ehrenspielführer Baumann mit dem Spielführer Kistner und den übrigen Ausschußmitgliedern, zu denen sich gelegentlich Hans Luber gesellte, in gewohnt tüchtiger Weise teilnahm.

Nur das Fehlen geeigneter Gegner hinderte den F.C. Bayern, der in fast jeder Kriegsausschußsitzung 8 bis 10 Aufnahmen genehmigte, eine fünfte oder gar sechste Mannschaft aufzustellen. Mangels Bestehens einer Jugendabteilung des M.S.C. nahmen wir die sich anmeldenden Leute im Alter von 16 bis 18 Jahren mit geringeren Beiträgen als Junioren der F.A. Bayern auf. Die vierte Mannschaft, oder wie sie innerhalb der Abteilung bezeichnet wurde, die III b bzw. „Kickers-Mannschaft„, hatte eine eigene Geschichte: Kam da eines schönen Sonntags nach dem Spiel der Ersten auf unserem Platze ein junger Mann zu einem Vorstandsmitglied und sagte, daß er der Vertreter des F.C. „Schwabinger Kickers“ sei und erkundigte sich, ob sie nicht einmal gegen unsere zweite oder dritte Mannschaft spielen könnten. Natürlich erklärten wir ihm, daß wir nicht gegen einen Nichtverbandsverein spielen dürften, forderten ihn aber auf, bei seinem Verein dafür zu sprechen, daß alle Mitglieder bei uns eintreten. Schon nach kurzer Zeit kamen von sämtlichen Aufnahmegesuche — 15 an der Zahl. Einfache, brave und anständige Leute im Alter von 15 bis 18 Jahren waren damit zu uns gekommen, unter ihnen manch wertvolle Kraft. Gegen Germania III siegten sie gleich mit 3: 1, gegen Teutonia II spielten sie unentschieden 2 : 2. Die erste Mannschaft war dauernden Veränderungen unterworfen, trotzdem hatte sie sich Ende Oktober 1916 ohne Punktverlust wieder die Gruppenmeisterschaft errungen. Bayer, Weiherer, Berz, Lachenmeier, K. Storch, Baumann, Engel, Lindner Bubi, Gersdorf, Zilch, Schwarz, Kistner, Hanft, Schermann, Floritz, Finsterer, Schönle, Höffler trugen mit zu den Erfolgen bei. Am meisten Wechsel hatte die Besetzung des Torhüterpostens erfahren, alle zeigten sich aber ihrer Aufgabe gewachsen, wurde doch gegen Teutonia 2 : 0, Armin 4: 2, West 3 : 0, Teutonia 7 : 1 und West 3 : 1 gewonnen. Lindner Schorschl, Lipp, Nufer, Schulze usw. kämpften damals in der Zweiten, die nur selten ein Spiel verlor. Auch die Alten Herren traten in Tätigkeit, sie spielten am 5. November 1916 gegen Germania A.H. 2: 1. Bermühler, Herzing, Landauer, Staudinger Max, Alex Gersdorf, Seemann, Götz, Dr. Leibig, Strohmeier, Rosenberger und Winter waren die elf Mannen, die den gutbesuchten Kampf bestritten. Um die gleiche Zeit


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