Jugend heran, der einige Jahre später dann in der ersten Mannschaft stehend, die bayerische Meisterschaft mit erringen, half. Lecke, Hammel-mair, Hofmeister, Bermühler sind eigentlich noch Schüler Hesselinks.

Leider sind uns über die sportlichen Leistungen der ersten Jahre ganz genaue Aufzeichnungen nicht erhalten geblieben, die Versammlungsprotokolle geben nur einen ungenügenden Aufschluß. Erst für das Spieljahr 1904/05 sind uns genaue Unterlagen bekannt. Darnach wurden von drei Mannschaften insgesamt 18 Spiele ausgetragen, davon 10 Spiele von der 1. Mannschaft, die alle Spiele gewann mit einem Torverhältnis von 82: 11. Die 2. Mannschaft spielte 6 Spiele, davon 5 gewonnen, 1 verloren; Torverhältnis 52 : 13. Die erst kurze Zeit bestehende 3. Mannschaft hatte nur zwei Spiele, von denen sie eines unentschieden spielte, das zweite verlor; Torverhältnis 4 : 7.

Bayern war zweifellos in diesem Jahre die führende Mannschaft in München.

Das erste Spiel gegen den K.F.V.

Einen neuen Antrieb erfuhr der F.C. Bayern durch das größte sportliche Ereignis seiner Jugendjahre, als nämlich der damalige Süddeutsche Meister „Karlsruher Fußball-Verein„ auf dem Platze an der Clemensstraße im Mai 1 905 nur mit einem Haar seiner ersten Niederlage entging. Mit einem 0 : 0 zog der gefürchtete K.F.V. damals ab. Das war aber auch ein Spiel, wie man es bis dahin in München noch nicht gesehen hatte. Freilich war es nicht so einfach, den berühmten K.F.V. nach München zu bekommen; denn in der Kasse waren wenige Mark und der Einnahmen bei den vorausgegangenen Spielen waren ebenfalls nur wenige. Aber der K.F.V. mußte her, koste es was es wolle. So gab man denn an die Mitglieder Gutscheine hinaus, um wenigstens das Fahrgel d, wie verlangt, vorher nach Karlsruhe senden zu können. Aus den Einnahmen sollten dann in erster Linie diese Gutscheine wieder zurückgezahlt werden. Nur durch diese erfreuliche Opferwilligkeit der kleinen Bayerngemeinde war es möglich, dieses große Spiel zustande zu bringen. Aber diese Opferfreudigkeit sollte auch ihren verdienten Lohn bringen.

K.F.V. kam mit seiner stärksten Mannschaft, in der iDr. Schricker, Holdermann, Buby, Rucek, Schwarz, Gutsch, Langer standen. Ihm traten die Bayern wie folgt entgegen:

Hofmeister Ludwig;

Bermühler Hans,	Frenken,

Habersattler, Weber Erich, Beyßel Hanne;

Greven, Hammelmair, Hecht, Bender, Hellwig August.

Das uneingeschränkteste Lob fand damals das Verteidigerpaar der Bayern, das in einer vorbildlichen Weise den sieggewohnten Karlsruher Stürmern ein Schach zu bieten vermochte.


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