die weiße Hose und das blaue Hemd bis zur Fusion mit dem Münchener Sportklub beibehielten.

Die ersten Satzungen des F.C. Bayern wurden dann in der ersten Monatsversammlung am 7. März 1900 im Ringhotel angenommen, die erste Vorstandschaft in der Versammlung am 4. April 1900 im Hotel Reichshof gewählt. Die Geschäfte waren in der Zwischenzeit von dem in der Gründungsversammlung gewählten Fünferausschuß geführt worden. Diese erste Vorstandschaft setzte sich aus folgenden Herren zusammen:

1. Vorsitzender: Franz John, 2. Vorsitzender: Wockert, 1. Schriftführer: Pollack, 2. Schriftführer: Bitzer, Kassier: Ringler, 1. Kapitän: Francke, 2. Kapitän: Focke, 1. Zeugwart: Zöpfe!, 2. Zeugwart: Nägele.

Der junge Verein hatte in der Zwischenzeit seine Mitgliederzahl bereits verdoppelt und war daran gegangen, eine zweite Mannschaft aufzustellen. Allerdings beschränkte sich die ganze sportliche Tätigkeit vorerst noch darauf, möglichst oft gemeinsam zu trainieren, um bei den ersten Wettspielen von Anfang an gut abzuschneiden.

In ihrem ersten Vorsitzenden John hatten die Bayern eine Persönlichkeit gewonnen, die zielbewußt das Schifflein des jungen Vereins vorwärts steuerte. Stets gerecht und sportlich gegen alle Mitglieder sowie auch gegen die anderen Sportvereine auftretend, erwarb er sich die allgemeine Achtung der ganzen damaligen Münchener Sportgemeinde. Kein Wunder, daß sie ihn zum Vorsitzenden des damals gegründeten Fußball-Bundes erwählte und ihn auch als Münchener Vertreter zur Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik entsandte.

Drei Jahre leitete unser John die Geschicke des F.C. Bayern, der durch seine nie erlahmende Kraft und Tätigkeit eine Entwicklung nahm, der der Klub heute noch seine Größe verdankt. Manch schwere Krise hatte der Verein schon in seinen ersten Jahren zu überstehen, John wußte aber alles zum Besten des Vereins zu lenken. In Pollack hatte er aber auch einen idealen Mitarbeiter gefunden, der insbesondere durch seinen Weitblick sowie durch die geschickte Art, wie er Unstimmigkeiten schon im Keime erstickte, eine ruhige Entwicklung sicherte. Als dritter im Rahmen der ersten Vorstandschaft ist noch der Spielführer Paul Francke zu erwähnen. Selbst ein ausgezeichneter Spieler aus der Leipziger ersten Klasse, verstand er es auch, sein Können den anderen zu vermitteln. Dazu ruhig und freundlich in seinem Wesen, war er der geborene Mannschaftsführer. Seine Gattin nebst Töchterchen betrauert ihn heute, da er aus dem Weltkrieg, in den auch er hinausgezogen war, nicht mehr zurückkehrte. Diesen drei Hauptstützen des Vereins standen Kuno Friederich, Wamsler sen., der Vater der beiden Gründungsmitglieder F. und


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