[EF56] Fußball als Menschenrechtsverletzung

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  • Dezember 10, 2013
56
Verbrechen an der Menschlichkeit sind heute unser übergreifendes Thema. Sowohl die Menschenrechte von Werder Bremen, als auch von Arjen Robbens Knie wurden aufs Tiefste verletzt.
Bevor wir allerdings auf die Spiele eingehen, haben wir noch einen Nachklapp zur letzten Sendung im Gespräch. Der verdiente Kicker-Mitarbeiter Frank Lußem hat uns auf Twitter bestätigt, dass durchaus Spieler und Vertreter in der Redaktion anrufen, um die Spielernoten zu beeinflussen oder zumindest, um sich zu beschweren. Aber natürlich ist die versuchte Einflußnahme niemals von Erfolg gekrönt.
Der FC Bayern erarbeitet und erzaubert sich einen Sieg nach dem anderen, so auch gegen Augsburg und Werder Bremen. So langsam wird es mal wieder Zeit für Krise, meint Nico.
In den News sprechen wir über eine interessante Grafik, die in den sozialen Netzwerken die Runde machte und den “Goalimpact” von deutschen Talenten mit dem von Lionel Messi vergleicht. Darüber hinaus stören wir uns etwas an Ribérys enormen Selbstbewusstsein.



NEU: In Zukunft könnt Ihr uns Kommentare und Feedback direkt per #Erfolgstelefon unter +49 (89) 94548277 auf Band sprechen! Der direkte Weg in die Sendung 🙂


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  • Michael

    Goalimpact gibt an, wie stark die Tordifferenz einer Mannschaft
    von einem einzelnem Spieler im Durchschnitt abhingt. Hat ein Spieler
    einen sehr hohen Wert, so hatte seine Mannschaft in der Vergangenheit
    mit ihm eine sehr gute Tordifferenz im Vergleich zu Spielen ohne ihn.
    Der Durchschnitt über alle Spieler liegt bei 100. Die besten Spieler der
    Welt haben einen Goalimpact von etwa 190.

    Die Logik dahinter will ich mit einem Beispiel aus dem Rennsport
    vergleichen. Stell Dir vor, Du versuchst das Ergebnis eines Autorennen
    vorherzusagen. Du hast verschiedene Möglichkeiten an die Sache
    heranzugehen. Du könntest zum Beispiel Daten über die Autos sammeln.
    Motorstärke, Gewicht, Luftwiderstand und abschätzen welches Auto dann
    wohl das Schnellste ist. Das Problem dabei ist, dass selbst ein
    Autorennen zu kompliziert ist aus diesen Parametern die erwartete
    Rundenzeit zu bestimmen. Man müsste noch das Wetter kennen, die
    Reifenwahl, die Taktik des Gegners, die Boxenzeiten, das Können des
    Fahrers und vieles mehr. Dabei ist das immer noch einfach als ein
    Fußballspiel, dass eine weit höhere Komplexität aufweist.

    Entsprechend hielt ich Versuche Spielstärken aus Passquoten und
    Laufwegen zu bestimmen für auf absehbare Zeit nicht sehr
    erfolgversprechend und bin den anderen Weg gegangen. Ich messe nicht die
    Details des Autos, sondern die Rundenzeiten in den vergangenen Rennen.
    Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Autos in den früheren Rennen
    beinhaltet schon alle möglichen Faktoren. Wenn ich also die Autos
    einfach nach diesen Zeiten sortiere, so wird das keine schlechte
    Schätzung für zukünftige Zieleinkünfte sein.

    Das Analogon zur Rundenzeit bei Fußball ist die Tordifferenz. Mir ist
    eigentlich egal wie viele Tore ich schieße und wie viele der Gegner,
    solange ich mehr schieße als der Gegner. Ob ich dies durch eine stabile
    Defensive und einen geglückten Konter erreiche oder wie Werder Bremen
    die bedingungslose Offensive suche und hinten entsprechend viele
    kassieren beeinflusst zwar das Spielgeschehen, aber am Ende zählt die
    Differenz.

    Der Goalimpact mittelt nun die Tordifferenz aller Spiele eines Spielers
    über alle Vereine, Saisonen und Ligen. Seine vergangene
    “Durchschnittsgeschwindigkeit”. Nun hängt die Tordifferenz in einem
    Spiel nicht nur vom Goalimpact des Spielers selbst ab, sondern auch von
    denen der Mitspieler und der Gegner. Und auch von vielen anderen
    Faktoren wie Anzahl der Einsatzminuten, Heimvorteil und Erschöpfungsgrad
    (bei Einwechselspielern). Daher wird der Wert um diese Faktoren mit
    aufwendigen mathematischen Verfahren angepasst, so dass eine möglichst
    reine Spielstärke übrig bleibt.

    Am einfachsten lässt sich der Wert interpretieren, wenn man das Beispiel
    mit der historischen Durchschnittsgeschwindigkeit im Kopf behält. Es
    ist nicht nicht die Höchstgeschwindigkeit (“Talent”), sondern nur
    die tatsächlich gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit. Wenn ein
    Spieler einen schlechten Goalimpact hat, so heißt das nicht
    zwangsläufig, dass er talentfrei ist. Es heißt nur, dass er dieses
    Talent im Durchschnitt nicht zeigen konnte. Dies kann an vielen
    Dingen liegen, insbesondere auch an Dingen, die der Spieler nicht selber
    beeinflussen kann. Vielleicht hat der Trainer ihn um Beispiel nicht auf
    seiner besten Position eingesetzt und die Leistung war deswegen nicht
    so gut wie sie sein könnte. Oder er hatte einfach viel Pech. Oder er war
    nicht 100% fit.

    Anders herum, wenn ein Spieler einen sehr hohen Goalimpact hat, dann hat
    er bewiesen wie viel Leistung er bringen kann. Es ist zu erwarten, dass
    er unter ähnlichen Bedingungen wie in der Vergangenheit ähnlich hohe
    Leistungen erbringen wird. Daher ist der Schluss “hoher Goalimpact =
    guter Spieler” einfacher zu ziehen als die Schlussfolgerung “niedriger
    Goalimpact = schwacher Spieler”.

    Die Datenbank mit allen Spielen wird monatlich aktualisiert und
    entsprechend ändern sich monatlich die Einschätzungen der Spieler. Bei
    jungen Spielern mit wenig bislang wenig Spielen ändert sich die
    Einschätzung von Monat zu Monat naturgemäß stärker als bei älteren
    Spielern.

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